Moshe Feldenkrais

Der aus Russland nach Palästina (dem heutigen Israel) ausgewanderte Dr. Moshé Feldenkrais (1904 – 1984) war Kernphysiker und Ingenieur. Als begeisterter Sportler zog er sich eine Knieverletzung zu. Die Ärzte gaben ihm wenig Hoffnung, je wieder beschwerdefrei gehen zu können. Eigenwillig wie er war, gab sich Feldenkrais nicht mit der Meinung anderer Leute zufrieden. Er begann, sein Bewegungsverhalten zu erforschen und nutzte seine Beobachtungen aus dem Kampfsport ebenso wie seinen wissenschaftlichen Hintergrund. Er schöpfte dabei aus verschiedenen Quellen, wie Evolutionsforschung, Verhaltensforschung, Medizin, Kognitionsforschung, Psychologie, Pädagogik, Anthropologie und Systemtheorie.

 

Seine Erfahrungen motivierten ihn, in jahrzehntelanger Forschung die nach ihm benannte FELDENKRAIS METHODE® zu entwickeln. Sein ausserordentlicher Verdienst ist die Verbindung von Wissenschaft und Praxis.

 

Sein Verständnis von Bewegung als Grundlage von jeglichem menschliche Handeln und Tun schafft einen Rahmen, in dem sich zeigt: unser Leben ist ein kontinuierliches Lernfeld.

 

Tausende Menschen weltweit sind davon überzeugt, dass sie sich mit der Feldenkrais-Methode leichter bewegen und zugleich in eine offene Lebenshaltung zurückfinden können.

 

Moshé Feldenkrais (1904 - 1984) war als Physiker und Judokämpfer mit den Details der menschlichen Bewegungsabläufe vertraut. Er betrachtete Körper und Geist des Menschen als untrennbare Einheit und versuchte seinen Schülern über das Mittel der Bewegung mehr geistige Entwicklungsfreiheit und Selbstbestimmung zu ermöglichen.

 

Dabei wirkt die Methode "Bewusstheit durch Bewegung" bei jedem Menschen anders. Die einen werden "nur" ihre Rückenschmerzen los, andere gewinnen an Offenheit, indem sie die Erfahrungen der Bewegungsarbeit auf andere Lebensbereiche übertragen.

 

Feldenkrais war ein Pionier auf der Reise durch den Dschungel des Gehirns. Heute erkennen Wissenschaftler seine Idee von der Wechselwirkung zwischen Körper und Geist in der Lehre des "Embodiments" wieder.

 

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© Feldenkrais - Mathias Gruner